Double Attack Schritt für Schritt: Erst die Dealerkarte, dann dein Zusatzeinsatz

Eine Runde Double Attack Blackjack mit acht spanischen Decks: Grundeinsatz, offene Dealerkarte, Zusatzeinsatz, Startkarten, Ergebnis.

Acht spanische Decks: 384 Karten, davon nur 96 Zehnerwerte.

Double Attack Blackjack wird mit acht spanischen Decks gespielt. Jedes Deck hat nur 48 Karten, weil das Casino alle vier Zehnen herausnimmt. Bube, Dame und König bleiben im Spiel und zählen weiter 10. Die Simulation baut den Schuh genau so auf und zählt: 384 Karten, davon 96 Bildkarten. In einem Schuh aus acht normalen Decks wären es 416 Karten mit 128 Zehnerwerten.

Zuerst setzt du deinen Grundeinsatz, hier 15 €.

Die Runde beginnt wie gewohnt mit deinem Grundeinsatz. Die Simulation übernimmt das Beispiel der Seite: 15 € im Hauptfeld. Noch liegt keine einzige Karte auf dem Tisch, weder bei dir noch beim Dealer. Was diese Variante besonders macht, passiert erst im nächsten Schritt, wenn der Dealer seine erste Karte aufdeckt, bevor du deine eigenen Karten kennst.

Der Dealer deckt seine Karte auf, bevor du eigene Karten hast: eine 6.

Jetzt deckt der Dealer seine erste Karte auf, in dieser Runde eine 6. Du hast noch keine eigene Karte vor dir. An einem klassischen Tisch würdest du einfach warten, bis das Austeilen beendet ist. Bei Double Attack ist genau das der Moment für deine wichtigste Entscheidung: Du kennst die Karte des Dealers und darfst darauf mit einem zusätzlichen Einsatz reagieren.

Gegen 2 bis 8 erhöhst du: weitere 15 €, also 30 € im Risiko.

Du darfst deinen Einsatz jetzt um bis zu den ursprünglichen Einsatz erhöhen. Laut der Strategie von Wizard of Odds, die die Seite nennt, erhöhst du, wenn der Dealer eine 2 bis 8 zeigt. Gegen ein Ass, eine 9 oder eine 10 hältst du dein Geld zurück. Die 6 liegt im Bereich, also legst du weitere 15 € dazu. Dein Risiko beträgt nun 30 €.

Erst jetzt bekommst du deine beiden Startkarten: zusammen 18.

Erst nach dem Zusatzeinsatz teilt der Dealer dir deine beiden Startkarten aus. In dieser Runde sind es ein König und eine 8, zusammen 18. Seine zweite Karte liegt in dieser Simulation verdeckt. Du bleibst stehen, und beide Einsätze hängen nun am selben Ergebnis. Verdoppeln, Teilen und Aufgeben wären nach den Regeln der Seite ebenfalls möglich.

Der Dealer zieht nach und überkauft sich mit 24: Du gewinnst 30 €.

Der Dealer deckt seine zweite Karte auf und zieht nach, bis er mindestens 17 hat; bei einer Soft 17 bleibt er stehen. In dieser Runde kommen eine 2, eine 6 und ein Bube: 24, er hat sich überkauft. Deine 18 gewinnt, und zwar auf Grundeinsatz und Zusatzeinsatz zusammen. Der Gewinn ist damit doppelt so hoch wie ohne den Zusatzeinsatz.

Mit Zehnen im Schuh überkauft sich der Dealer bei einer 6 öfter: 42,3 % statt 38,4 %.

Warum das Haus die Zehnen herausnimmt, zeigt dieselbe Rechnung mit normalen Decks. Die Simulation rechnet für eine offene 6 jede mögliche Kartenfolge des Dealers durch. Ohne die Zehnen überkauft er sich seltener, und auch dein Blackjack kommt seltener, der zudem nur 1:1 statt 3:2 zahlt. Der frühe Blick auf die Dealerkarte und der Zusatzeinsatz sind der Ausgleich für diesen Nachteil.

Quellen: Blackjack Double Attack: Regeln & Wahrscheinlichkeiten · Wizard of Odds: Double Attack Blackjack