Pontoon Schritt für Schritt: Twist, Stick, Buy und der Five Card Trick
Eine Runde der Online-Version mit acht Decks und zwei verdeckten Dealerkarten, dazu die britischen Begriffe und die Regel, dass der Dealer jeden Gleichstand gewinnt.
Du setzt 10 €. Gespielt wird mit 8 Decks, zusammen 416 Karten.
Die Runde folgt der Online-Version, die die Seite nach Wizard of Odds beschreibt: acht reguläre Decks zu je 52 Karten, also 416 Karten im Schuh. Dein Einsatz in dieser Simulation sind 10 €, wie im Rechenbeispiel der Seite. Die Begriffe Twist, Stick und Buy stammen aus dem britischen Kartenspiel. Die Beschreibung der Online-Version nennt sie nicht, dort heißt es Hit, Stand und Double.
Zwei offene Karten für dich, beide Karten des Dealers bleiben verdeckt.
Du bekommst zwei offene Karten, der Dealer zwei verdeckte. Es gibt keine offene Dealerkarte, an der du deine Entscheidung ausrichten kannst. Du entscheidest fast nur nach deiner eigenen Hand. In dieser Runde liegen eine 2 und eine 4 vor dir, zusammen 6 Punkte. Die Reihenfolge des Austeilens, abwechselnd du und der Dealer, ist eine Annahme dieser Simulation.
Twist: Du ziehst eine weitere Karte offen, ohne zusätzlichen Einsatz.
Twist heißt im britischen Spiel, eine weitere Karte offen zu ziehen. Diese Karte kostet dich keinen zusätzlichen Einsatz, sie entspricht dem normalen Ziehen beim klassischen Blackjack. In dieser Simulation ziehst du, solange du unter 17 Punkten bist und weniger als fünf Karten hast. Das ist eine feste Spielregel für die Vorführung, keine Strategieempfehlung.
Noch ein Twist: Vier Karten, zusammen 11 Punkte.
Die vierte Karte ist eine 3. Mit einer 2, einer 4, einer 2 und einer 3 hast du jetzt 11 Punkte auf vier Karten. Wolltest du hier aufhören, sagst du Stick und bleibst stehen. Bei 11 Punkten wäre das wenig sinnvoll, denn keine Karte kann dich überkaufen lassen. Und eine fünfte Karte ohne Überkaufen ist eine besondere Hand.
Kaufen dürftest du die 5. Karte erst ab 12 Punkten, du hast 11.
Buy heißt im britischen Pontoon, eine Karte verdeckt zu kaufen und dafür den Einsatz zu erhöhen. Für die fünfte Karte gilt dort eine Grenze: Kaufen darf sie nur, wer schon mindestens 12 Punkte hat. Die Simulation prüft die Hand: Nach vier Karten stehen 11 Punkte, ein Kauf der fünften Karte wäre also nicht erlaubt. In der Online-Version verdoppelst du stattdessen, mit 2 bis 4 Karten.
Die 5. Karte bringt 21 Punkte: Five Card Trick, 20 € Gewinn statt 15 €.
Die fünfte Karte ist ein Bube, zusammen 21 Punkte auf fünf Karten. Das ist ein Five Card Trick: fünf Karten, ohne die 21 zu überschreiten, die genaue Punktzahl ist egal. In der Online-Version zahlt er 2 zu 1, auf 10 € also 20 € Gewinn. Ein regulärer Blackjack mit 3 zu 2 brächte am klassischen Tisch 15 €. Mit fünf Karten ist deine Hand fertig.
Erst jetzt deckt der Dealer beide Karten auf und überkauft sich mit 23.
Nachdem du fertig bist, deckt der Dealer seine beiden Karten auf: eine 9 und eine 6. Er muss in dieser Version bei einer Soft 17 ziehen und hört spätestens mit fünf Karten auf. Er zieht eine 8 und überkauft sich mit 23. Für deinen Five Card Trick zählt in dieser Simulation nur, dass der Dealer kein Pontoon hat. Du gewinnst 20 €.
Gleichstand gewinnt der Dealer: 9,5 % aller Runden, im Schnitt −0,96 € statt −0,01 €.
Was die Gleichstand-Regel kostet, zeigt die Simulation über 200.000 gemischte Runden mit derselben Spielregel wie oben. Beim klassischen Blackjack bekämst du bei gleicher Punktzahl deinen Einsatz zurück. Hier gewinnt der Dealer jeden Gleichstand, und das kommt in knapp jeder zehnten Runde vor. Wertet man dieselben Runden mit Push statt Verlust, verschwindet fast der gesamte Nachteil.
Quellen: Blackjack Pontoon: Regeln, Begriffe und Wahrscheinlichkeiten · Wizard of Odds: Pontoon (Real Time Gaming und Playtech) · Wikipedia: Pontoon (card game)